Für den Erhalt nachbarschaftlicher Spielplätze

Der Haupt- und Finanzausschuss wird sich am 25.5.mit der Umwidmung von Grundstücken beschäftigen.

Es sollen mehrere Spielplätze zu Bauland werden. Die Stadtverwaltung beruft sich auf ein Gutachten aus 2019 und eine Bürgerbefragung aus 2017. Das Gutachten zitiert den Bürgerwillen damit, dass wenige vielfältige Spielplätze besser seien als viele fußläufig erreichbare. "Klasse statt Masse", bestätigt die SPD.

Wir haben in der Nachbarschaft der betroffenen Spielplätze ganz andere Meinungen wahrgenommen.

Besonders eindrücklich ist das Beispiel Lange Straße/Eyller Str., wo gegenüber in den letzten Monaten viele Familien neu gebaut haben. Hier haben wir mit einer Flugblattaktion die Menschen nach ihrer Meinung befragt und viel Zustimmung für den kleinen Spielplatz in der Nachbarschaft zurückgemeldet bekommen (siehe Zitate unten).

Wir fordern mit ihnen: Hände weg von funktionierenden nachbarschaftlichen Spielplätzen!

Es kann nicht sein, dass diese zu Geld gemacht werden, um den Haushalt zu entlasten. Ein Spielplatz, der verschwunden ist, kommt nicht mehr zurück.

 

"Der Spielplatz mag nicht so spektakulär sein, wie die Biberburg am Pappelsee oder der schöne Spielplatz am Kalisto. Dennoch können sich meine Kinder hier stundenlang aufhalten. Und nicht nur meine Kinder. Ich erlebe, dass der Spielplatz - auch gerade eben, wo ich diese Mail an Sie schreibe - oft und gerne von Kindern besucht wird. Da kommen kleinere Gruppen mit Kettcar, Roller und Fahrrädern. Eltern mit kleinen Kindern, die auf der großen Sandfläche Burgen bauen und Sandkuchen "backen". Sogar die Tischtennisplatte wird immer mal genutzt. Der Spielplatz ist umgeben von hohen Bäumen, sodass die Kinder sich selbst an sonnigen Tagen dort aufhalten können, ohne Angst (der Eltern) vor Sonnenbränden.
 
So ein Platz, der auch Treffpunkt für etwas ältere Kinder ist, die sich ohne Ihre Eltern hier aufhalten, ist doch für die immer weiter eingeschränkten Freiheiten der Kinder wichtig. Durch die Sackgassen hier in der Siedlung herrscht kein Durchgangsverkehr, sodass sich die Kinder recht gefahrlos mit ihren Fahrrädern oder anderen Fahrzeugen bewegen können - und sich schließlich am Spielplatz treffen. So, wie wir früher. Wo ist das noch möglich?
 
Es ist doch sinnvoll, wenn Kinder einen Spielplatz mal eben erreichen können."
"Wir sind für den Erhalt des Spielplatzes.
Zum Einen haben wir selber ein Kleinkind, zum Anderen wurde neben uns ein Neubaugebiet errichtet in dem viele junge Familien wohnen.
Darüber hinaus bekommen wir mit, dass der Spielplatz gut besucht wird und von vielen Kindern unterschiedlichen Alters genutzt wird.
Es wäre sehr schade, wenn der Spielplatz wegfallen nur um die Fläche zu bebauen.
Gerade die Vielfalt der "kleineren" Spielplätze in der Nähe ist toll, denn so lässt sich das Spielen der Kinder mit einem Spaziergang verbinden. Darüber hinaus sind die Plätze so nicht überfüllt was in der aktuellen Situation von großem Vorteil ist. Wir vermeiden zur Zeit die größeren Spielplätze da diese sehr voll sind. Dazu kommt, dass es für Kinder toll ist immer mal wieder neue Spielplätze zu entdecken und ihnen Abwechslung zu bieten.
Wir hoffen, dass dieser Spielplatz sowie die weiteren kleinen Spielplätze im Umkreis erhalten bleiben und nicht für eine Bebauung weichen müssen."
"Meine Mutter kannte diesen Spielplatz, mein Bruder und ich haben auf dem Spielplatz gespielt und meine Tochter ebenfalls. Es gibt viele Kinder in der Umgebung, die sich dort treffen. Und im Sommer vergeht kein Tag, ohne Kinderlachen. Der Spielplatz soll bleiben."

"Ich bin 14 Jahre alt und finde das der Spielplatz bleiben sollte da einfach mega viele Erinnerungen dort sind und ich gerne mit meiner Cousine (7) dort bin .

Also ich stimme für ein klares Nein."

 

"Wir als Familie sind dafür, dass der Spielplatz erhalten bleibt. Haben drei Kinder und sie gehen gerne auf den Spielplatz spielen." 

 

  

Vielfältige Einkaufsmöglichkeiten in Kamp-Lintfort

 

Antrag „Vielfältige Einkaufsmöglichkeiten in Kamp-Lintfort“ vom 31.1.2021  

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

 

 

es gehört zu den strategischen Zielen von Rat und Verwaltung, Kamp-Lintfort als Einkaufsstadt zu stärken.
Leider verstärkt die Corona-Pandemie die Tendenzen, die in unserer Innenstadt schon vorher zu beobachten waren. Es handelt sich um eine schleichende Entwicklung, an deren Ende ein Verlust an Aufenthaltsqualität und Einkaufserlebnis stehen könnten, wenn wir nicht sehr schnell gegensteuern.

 


Imbissbetriebe, Friseure und weitere Lokale, die kein Einkaufserlebnis vermitteln, beginnen, das Bild unserer Fußgängerzone zu dominieren.
Damit dreht sich eine Abwärtsspirale:
Je weniger die Menschen das Gefühl haben, in der Innenstadt ein Einkaufserlebnis zu haben, desto weniger werden sie die City besuchen. Dadurch werden noch mehr Geschäftsmodelle unrentabel und am Ende verödet die Innenstadt völlig.

 

 

 

Aus Sicht der FDP-Fraktion ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine gemeinsame Initiative, die überparteilich und mit allen Interessengruppen (Vermieter, Mieter, Werbegemeinschaft, Bürgerinnen, Bürger, Hochschule) gestartet werden sollte.

 

Die Verwaltung sollte unseres Erachtens die unterschiedlichen Initiativen koordinieren und vernetzen.
Die Stadt könnte aber auch selbst anschieben, indem sie für eine kurze Zeit Mietnachlässe finanziert, Bürokratie minimiert und Start-Ups fördert.

 

Exemplarisch seien folgende Fragestellungen genannt:

 

·         Wie kann der Einzelhandel sich wieder positiv im Stadtbild abheben?

 

·         Wie können wir Digitalisierungsberatung für unsere Einzelhändler organisieren, damit diese im Internet wahrnehmbarer werden und evtl. auch digitale und stationäre Angebote miteinander verbinden können?

 

·         Wie können wir mit Partnern ein regionales Digitales Portal entwickeln, auf dem sich alle interessierten Geschäfte präsentieren und Mehrwerte beim Kauf vor Ort anbieten können?

 

·         Wie können wir die Hochschule Rhein-Waal in die Problemlösung einbeziehen? City-Marketing nach Corona wäre sicher ein spannendes Forschungsprojekt direkt in der Region.

 

·         Was erwarten oder vermissen die ausländischen Studierenden in unserer Innenstadt?

 

·         Wie nutzen wir die Daten, die wir schon haben (LaGa-Befragung: Was finden die Menschen in Kamp-Lintfort wichtig?) und wie erfahren wir weitere Kundenwünsche und setzen sie um?

 

·         Wie können Einkaufserlebnis und Aufenthaltsqualität mit den touristischen Ambitionen unserer Stadt verbunden werden?

 

·         Welche hybriden Modelle sind vorstellbar (Erlebnis vor Ort, Bestellung digital)? Welche Online-Geschäftsmodelle suchen ggf. ein „Schaufen-ster, um Innovationen zu präsentieren und neue Marken zu testen?

 

 

 

Wir bitten Sie, eine solche Initiative einzusetzen, damit wir alle gemeinsam eine attraktive Einkaufsstadt erhalten oder neu erfinden, um für die neu zugezogenen Bürgerinnen und Bürger, die Touristinnen und Touristen und alle Einwohnerinnen und Einwohner ein Anziehungspunkt zu bleiben.    

 

Mit liberalen Grüßen

 

 

 

FDP Kamp-Lintfort

 

Stephan Heuser

 

Termine 2021

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